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Ton

(Gitarre · Bühne · Auftritt)

(Freiheit)

US DA BÄRGÄ

i bi es chind, us dä bärgä

ufgwachsä bini, bi dä nün zwärgä

irgendwo, ded hindä links

diä vorn im thal händ gmeind, denä allnä spinnts

für ünsch sind schi, d spinner gsi

s läbä gaid aifach, a irnä vebi

si hend irgendwiä, kei ahnig ka

uf was chunds im läbä, eigentli a

 

hübsch isch zläbä bi dä zwärgä

höch dobä i dä bärgä

irgendwo ded hindä links

wo alli meined denä spints

 

wo miär damals, ind bärgä züglet sind

zläba vom tal, hünder üsch gloh
und do au irgendwiä, nüma alles wella ha

in dokters goofa, alles ha

was isch da, hüt mit dä meischta los

alli suachend ir stadt, ihres grossa los

läbend doch liaber, aswo wonner könnt si

zläba isch, viel zgschwind verbi

 

hübsch isch zläbä bi dä zwärgä

höch dobä i dä bärgä

irgendwo ded hindä links

wo alli meined denä spints

 

wemma de alt isch, redma schi

gits a grund, a grund zum stärbä

i bi jo schu, schu im paradis

dussna im tal z läba, wär an zhörerä priis

 

hübsch isch zläbä bi dä zwärgä

höch dobä i dä bärgä

irgendwo ded hindä links

wo alli meined denä spints

 

an heilendä gruass, us dä bärgä

an all dia bleicha, städtezwärgä

 

hübsch isch zläbä bi dä zwärgä

höch dobä i dä bärgä

irgendwo ded hindä links

wo alli meined denä spints

us da bärgäfast tot
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Legende

Bild 01

Akustik Gitarre

Bild 02

Wasser Tropfen

Bild 03

PRIVAT Konzert

SCHEISS BIN I NERVÖS

i ha miär mit 58gi bim skatebordä d schulterä zimlich in einzelteili zerleid. aso bänder und sehnätechnisch.

ha de denkd es gäb nomal irgendwenn es comebäck – zu dem ischs de nümä würkli cho. de han i miär übrleid was chönnti miär de glichi kick sprich adrenalin gäh wieä skateboardä. i ha denkd – ja mal ufträtä ueferä bühni, so wiä am schülertheater früächer i de oberstufä. da würdi id hosä schissä. jetz bin i da uf derä bühni und es isch grad grauähaft. jetz hät i gährä än chleinä dreikäsehöch da bi miär – wie z chur im skatepark.

 

eimal wo i z chur biz go fahrä bi gsi. hetz mi wie immer ein/zweimal rächt uf dä huära herti beton häräklepft. de chunnt das chleinä büäbli und fregd mi under sim helm ussä blinzelnd: «bisch au ä afänger?»

ÜBERHOSSÄ

asä buäb hani gährä arbeiter gspielt

ha das so es hübsches bild

a ma steid da und hed sini überhosä a

 

überhossä hed mä

früher ahgleid

wenn mä

go schaffä geid

 

diä händ uf dr sitä

so schlitzä kah

wennd us de underä

hesch müässä äppis ha

de hesch dini hand i dä schlitz la gah

 

asä buäb hani gährä arbeiter gspielt

ha das so es hübsches bild

a ma steid da und hed sini überhosä a

 

ufem bu und di burä

händ di treit

d montöröhei eher

de di kombi ahgleit

 

asä buäb hani gährä arbeiter gspielt

ha das so es hübsches bild

a ma steid da und hed sini überhosä a

 

zum glück ha i nid immer gwüsst was spielä

so han i chönä i minä träum verwilä

ha mi de da sälber gesh da stah

ä erfolgrichä ma mit überhosä a

D CHINDHEIT

ünschi chind händ alles 

was d irgendwo

chasch gseh

nu ihri chindheit isch niänä meh

 

miär überladent diä chlein menschä

mit so viel wüssä

lönd sä chindheit

nümä lä gnüssä

 

lömer si am afang doch eifach chinder si

trichtemer nä nid so viel wüssä i

 

weniger  balascht

all diä hascht

mit meh ruhä 

chemdens gesünder witer 

 

wiäs miär jetz machend

mit däm händ vieli mühä

dennoch machemer 

eifach witer 

 

d chindheit 

isch z koschtbarschtä

wo ä jed het

 

gsundä menschäverstand

bringemer nä nid bi

mit dem hütigä system

derfür immer meh chind mit problem

 

meh wüssä 

cham mä z läbälang lärnä

äh ungstörti chindheit

laht sie läbä wiä uf stärnä

ZIIT

ziit

hämer alli glich

iisch das

ä geilä verglich

ziit

wo a eim tag chasch ha

si blibt

für alli glich stah

ziit

isch uf d sekundä gnau

für alli

ob ma ob frau

alli händ

glich viel ziit

chömed

abr nid glich wit

ziit

au di richschtä händ  nid meh

nu wemmer

das nid gseh

ziit

isch di gerechtigkeit

wenns gsehsch

gids dr zfriedäheit

ziit

isch dini eigä wält

tusigmal me wärt

als jedes gäld

ziit

isch d währig vo de wält

nid das verfluächtä gäld

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Bei einem Konzertbesuch im Rosengarten kam ich in der Pause mit dem Bassisten der Band ins Gespräch.


Während unserer Unterhaltung erwähnte ich, dass ich ein wenig Gitarre spiele – nur für mich. Ich betonte, dass ich nicht besonders gut sei, so schlecht, dass meine Frau meistens einschläft, wenn ich spiele. Er meinte jedoch, das sei eigentlich ein gutes Zeichen. So zu spielen, dass jemand dabei einschlafen kann, sei schwer. Natürlich war ich begeistert über das Lob, das ich darin zu hören glaubte. Im weiteren Gespräch sagte er dann – kurz bevor er wieder auf die Bühne musste:

«Musik machen sollten nur die, die etwas zu sagen haben.»

Da war meine Begeisterung wieder ziemlich im Keller.

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